Longier und Reizangeltraining mit Anke Lehne

   

Longieren ist ein perfektes Training
um seinen Hund auf Entfernung zu "lenken" und die Distanzarbeit  wie Sitz, Platz  und
Steh einfach zu vermitteln.
Mit der Arbeit am Longierkreis fördert man  die Aufmerksamkeit des Hundes
für seinen Menschen.
Kommandos werden, je nach Fortschritt, 
nur über Körpersprache gegeben.
Somit lernt der Hund uns noch mehr zu beobachten und auf die kleinsten Signale
hin sein Kommando auszuführen.

Man kann auch Geräte mit einbauen, Kommandos auf Entfernung trainieren und seine eigene Körpersprache ausbauen und verbessern. Somit wird die Kooperationsbereitschaft mit dem Hund sensibilisiert und gefördert. Die Mensch-Hund Beziehung entwickelt  in kurzer Zeit zu einem vertrauensvollen und entspannten Team und die Führ- und Lenkbarkeit des Hundes  verbessert
sich relativ schnell.
 
Eine weitere wundervolle Beschäftigungsmöglichkeit ist das Training mit der Reizangel.
Normalerweise gewöhnt man  Jagdhunde mit Hilfe der Reizangel an das Apportieren von Wild.

Aber auch Hunden, die nicht bei der Jagd eingesetzt werden, macht diese Trainingsvariante
riesig viel Spaß. Ursprünglich kommt das Reizangeltraining   aus der Vorbereitung von
Jagdhunden für die Jagd. Mit Hilfe einer Reizangel werden die Hunde an das Apportieren
von  Wild gewöhnt.
Die Reizangel kann ein  2 bis 3 Meter langer Stock sein, bei diesem am  oberen Ende
eine 2 - 3 Meter lange Schnur befestigt wird.. An das andere Ende der Schnur wird dann
eine Beute gebunden, also etwas, das der Hund gerne haben möchte. Ob das dann Wild
oder eben z.B. ein Dummy, ein Futterbeutel,  oder ein Spielzeug ist.
Aber VORSICHT: Die Schnur darf nicht zu dünn sein, da der Hund sich sonst verletzen könnte, wenn er sich bei der Hetze in der Schnur verwickelt!
Der Hund wird in einiger Entfernung abgelegt und man wirft die Angel aus.
Der Hund hat  so lange liegen oder sitzen zu bleiben, bis ich ihn zum Apportieren schicke.
Kurz bevor dann der Hund die “Beute“ erreicht, zieh ich die Angel weg und lasse den
Hund hinterher hetzen. Hier darf und kann der Hund sein natürliches Bedürfnis zu jagen  ausleben.
Diese Verhaltensweisen sind in jedem Hund vorhanden und man braucht keine Angst zu haben,
dass der Hund das unkontrollierte Jagen anfängt.
Schließlich kann man gerade mit der Reizangel sehr schön die Impulskontrolle beim Hund trainieren. Das heißt,  er muss z.B. lernen, sitzen zu bleiben, auch wenn die Reizangel sich
sehr schnell bewegt .
Später kann man auch einmal den Hund während er hinter seiner „Beute“ hinterher hetzt ins
PLATZ oder DOWN pfeifen. Das ist dann auch  eine sehr gute Übung um seinen Hund von
einer Hasenhetze abzupfeifen.
Unbedingt zu BEACHTEN ist dass,  dieses Training auf keinen Fall übertreiben darf,
(Man sollte auf jeden Fall diese Art des Trainings nicht über einen zu langen Zeitraum betreiben, weil der Hund schnell ermüdet.) Nach 10 Minuten Hetze ist erst einmal wieder Pause angesagt! Auch sollte Darüber hinaus man die Varianten dem Gesundheitszustand des Hundes anpassen. Ein Hund mit Skeletterkrankungen sollte dabei keine großen Sprünge machen und ein alter Hund
wird nur ein oder zwei Minuten diesem Spiel nachgehen dürfen.